Beads: Mehr als nur Schmuck

Written by  //  5. März 2012  //  Mode/Trends  //  No comments

Beads haben in den letzten Jahren ein großes Revival erlebt und eignen sich als elegante Begleiter durch den Alltag ebenso wie als wertvolles Schmuckstück für die Abendgarderobe. Kaum jemand weiß jedoch, was es eigentlich auf sich hat mit den beliebten Sammlerstücken.

Die Geschichte der Beads

Das englische Wort “Beads” steht heute im internationalen Sprachgebrauch für hochwertige Sammlerstücke aus Glas oder Edelmetall, doch allgemein steht es für alle Arten von kleinen schön geformten Schmuckstücken, die an einer Schnur aufgereiht wurden. Schon in der Steinzeit fertigten die Höhlenmenschen erste Ketten und Armbänder als Schmuckstücke, für die Tierzähne, Knochen und kleine Steinchen als “Beads” dienten.
Von einer ersten echten Modewelle konnte man im 19.Jahrhundert reden, als weiße Siedler in den USA die traditionellen Beads der amerikanischen Ureinwohner entdeckten. Auch sie verwendeten natürliche Stoffe wie Muschelschalen, Tierhörner und –zähne und einfach zu findendes Edelmetall für ihre Beads. Von den amerikanischen Ureinwohnern wurde auch das Denken übernommen, dass jedes Teil der Beads eine symbolische Bedeutung als Talisman oder Amulett habe.
In Europa waren vor allem Glasperlen aus Venedig gefragt, die in der italienischen Lagunenstadt bereits seit dem 12.Jahrhundert gefertigt wurden, als Marco Polo die ersten Exemplare aus dem fernen Osten mitbrachte. Glasperlen wurden von den amerikanischen Ureinwohnern dankbar anstelle von Geld angenommen, während ihre eigenen Handarbeiten aus Holz, Knochen und Muscheln bei den weißen Siedlern Anklang fanden.

Beads im 20. und 21.Jahrhundert

Das erste große Revival erlebten Beads in den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts als Hippies und Blumenkinder die uralten Traditionen der amerikanischen Ureinwohner für sich entdeckten und wieder billige Beads aus Federn, bunten Plastikperlen und Holz trugen. Aus dieser Welle heraus entstanden die sogenannten “Troll Beads”, die der dänische Kunstschmied Sören Nielsen 1976 zum ersten Mal aus Silber herstellte. Nielsen fertigte für seine ersten Troll Beads Masken, die unterschiedliche Gesichtsausdrücke zeigten, an, von denen jeweils sechs an einem Armband hingen.
Nach vielen Jahren, in denen sich diese Beads nur langsam ausbreiteten, erlebten sie im 21.Jahrhundert an den Handgelenken einer neuen Generation von Hollywood-Stars und Popsängerinnen ihren großen Durchbruch. Statt traditionellen Materialen wie Glasperlen, Knochen, Holz oder Plastik setzen die Troll Beads jedoch auf hochwertige Edelmetalle wie Silber und Gold, häufig verziert mit Diamanten oder Edelsteinen.

Die symbolische Bedeutung der Beads

Beads-Armbänder können heute fertig gekauft werden: In zahllosen Mode- und Schmuckgeschäften finden sich fertige Beads aus Edelmetall oder hochwertigsten Glasperlen, während das Internet zum Beispiel wunderschöne Chamilia Beads mit Svarovski Edelsteinen bereit hält. Auch dabei bietet sich dem Käufer die Möglichkeit, ein individuelles Bead nach eigenen Vorstellungen zu kreiieren, das so farblich auf das eigene Abendkleid abgestimmt werden kann. Sehr beliebt sind beispielsweise Kombinationen aus Silber mit lilafarbenen Halbedelsteinen wie Amethyst und rosafarbenem Rosenquartz und Svarovski Diamanten, oder auch Blautöne mit Saphiren und hochwertigen Murano-Glasperlen. Ein solches Bead dient jedoch vor allem als individuelles Schmuckstück.
Aber auch heute noch können Beads im Geiste der amerikanischen Ureinwohner voller symbolischer Bedeutung getragen werden. Sammler beginnen mit einem “leerem” Armband und kaufen einen neuen Anhänger nur dann, wenn es ein besonderes Ereignis gibt, an das erinnert werden soll – zum Beispiel die Verlobung, der Polterabend, die Hochzeit und der Start in die Flitterwochen. Andere sammeln Symbole, die vor Ungemach schützen sollen, zum Beispiel die zwölf Tierkreiszeichen oder keltische Runen. Der Fantasie sind beim Bead-Sammeln keine Grenzen gesetzt.

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