Wie wird man eigentlich Mode-Designerin?

Written by  //  17. Februar 2012  //  Allgemein  //  No comments

Designer Anzug in der Fertigung

© caimacanul – Fotolia.com

Diese Frage stellen sich viele junge Frauen, die sich gerne mit Mode beschäftigen und dabei auch gerne selber zu Nadel und Faden greifen. Am einfachsten geht es, wenn man schwerreiche berühmte Eltern hat (so wie Stella McCartney) oder einen schwerreichen berühmten Ehemann (so wie Victoria Beckham). Alle anderen müssen für Ihren Berufstraum hart arbeiten.

Am schlimmsten ist vermutlich die anfängliche Skepsis wenn man den Eltern die Entscheidung präsentiert, Mode studieren zu wollen. Wie kann man die unweigerlich folgenden Argumente, dass man sich selbst zu einer Lebenszeit mit Hartz 4 verdonnert, entkräften?

Mode studieren heißt nicht unbedingt ein Star Designer zu werden

Natürlich träumen die meisten Studienanfänger davon, irgendwann hochbezahlte Models über die Laufstege von Mailand, Paris und New York zu schicken und die eigenen Entwürfe an weltberühmten Hollywoodstars bei der Oscar-Verleihung zu sehen. Aber die meisten sind realistisch genug um zu wissen, dass die Chancen auf eine solche Karriere ausgesprochen gering sind. Die meisten jungen Leute, die eine Schauspielkarriere anstreben, sehen sich schließlich auch eher am Stadttheater der Nachbarstadt als in Hollywood.
Zahllose Kleiderlabels stellen heute Kleidung her. Dabei handelt es sich gewöhnlich nicht um extravagante Haute Couture, sondern um praktische, alltagstaugliche Kleidung: Eine elegant geschnittene Hose, ein farbenfrohes Kleid und auch ein einfaches T-Shirt mit V-Ausschnitt: Hinter jedem Kleidungsstück steht ein Designer, der es entworfen hat. Gewöhnlich überwachen die Designer auch den vollständigen Produktionsablauf von den ersten Probeschnitten bis zur fertigen Kollektion.
Sollte es mit dem Design nicht klappen, gibt es viele weitere Einsatzbereiche wie zum Beispiel im Einkauf: Jede Boutique – egal ob globaler Konzern mit 400 Zweigstellen oder eigentümergeführter Laden – muss immer wieder neue Ware einkaufen, die in den Läden verkauft wird. Einkäufer reisen um die Welt um mit Herstellern und Fabrikanten Preise auszuhandeln und aufregende neue Kleidungsstücke zu entdecken. Wer ein Gespür für den richtigen Trend hat, kann auf diese Art auch ohne eigene Kleidungsentwürfe zum Trendsetter werden.
Weitere Tätigkeitsfelder sind Modezeitschriften, PR –Agenturen und die Herstellung von Speziakleidung. Jeder Mensch, sofern er nicht gerade im brasilianischen Urwald lebt, muss täglich Kleidung tragen – die Mode ist ein weites Gebiet mit vielen Jobchancen.

Wie gelingt der Weg an eine Fachhochschule für Mode?

Da auf jeden Studienplatz ein vielfaches an Bewerbern kommt, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Natürlich sollten auch schon eigene Designs vorhanden sein, mit denen man sich bewirbt: Das sind in erster Linie natürlich Kleidungsstücke, aber auch witzige Accessoires wie eine selbstgestylte Handtasche oder eine selbstgehäkelte Smartphone Tasche machen Eindruck und zeugen von Kreativität.
Ganz wichtig ist auch die Bewerbungsmappe mit gezeichneten Entwürfen. Sie muss der Schule nicht nur zeigen können, dass man gut zeichnen kann, sondern auch dass man die neuesten Trends kennt und auf kreative Art umzusetzen versteht. Eine seriöse Modeschule bietet regelmäßig Beratungsstunden an, bei denen die eigene Bewerbungsmappe mitgebracht und überarbeitet werden kann, ehe sie für die Bewerbung offiziell eingereicht wird.
Gute Chancen für den späteren Berufseinstieg bieten auch duale Studiengänge, bei denen die Studenten parallel auch schon bei einem Textilunternehmen arbeiten und so praktische Erfahrung sammeln. Zugleich können sie im Betrieb wertvolle Kontakte knüpfen, die bei der späteren Jobsuche helfen.

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